Servus!


5 Luftgekühlte und 3 Typen unter 1 Dach!

Servus! Wir sind drei Jungs aus Landshut in Niederbayern, die die Leidenschaft an VW Käfer und luftgekühlten Volkswagen teilen!
Eine kleine Schrauberhalle haben wir zum Zentrum unserer Weltanschauung gemacht und uns mehr oder weniger wohnlich eingerichtet. Darum wollen wir euch ein bisschen auf dem Laufenden halten was wir so alles auf die Räder stellen, auf welche Treffen es uns verschlägt und alles andere rund um unser luftgekühltes Hobby!

Enjoy it!
Andi, Hias und Uwe

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Dienstag, 3. Mai 2022

Weiter geht´s mit der Inneneinrichtung...

Selbstverständlich ging es in den letzten Wochen auch am Bus ein wenig weiter. Die ersten Teile der Innenausstattung sollten endlich wieder an ihren Platz! Also fangen wir mal vorn in der Fahrerkabine an. Natürlich mußte ich mich als ach so geduldiger Mensch auch mit so schönen Arbeiten abgeben wie Türfolien einkleben. Wobei das ging ja noch! 😅 Viel lästiger sind ja diese bescheidenen Gummitüllen für die Türverkleidungsklammern, vielen von Euch auch besser bekannt als Mäusekondome! 😂 Oh wie ich dieses Gefummel liebe...! Ebenso das Ausrichten der dazugehörigen Klammern in den Türpappen. Da fiel hin und wieder das ein oder andere nicht gerade jugendfreie Wort. 😒 😅


 

Nachdem diese Arbeit erledigt war, konnten im Anschluß die Gummimatten und Sitze endlich wieder Einzug halten! 

 

Schaut schon gleich viel, viel schöner aus und motiviert auch gleichzeitig wieder ein kleines bißchen für die darauf folgenden Arbeiten!

 

Die neu bezogene Verkleidung an der Heckklappe. Allerdings wollten die schönen verchromten Blechklammern nicht so recht halten und rutschten immer wieder heraus. Abhilfe schaffte ich mir mit Hilfe der "Mäusekondome". Immerhin hatte ich ja noch ein paar davon übrig!

Was ich allerdings überhaut nicht auf dem Schirm hatte, war die Tatsache, daß die linke mittlere Verkleidung nur noch zu 2/3 bestand! 😩 Mir war zwar schon klar, daß etwas wegen dem Kühlschrank ausgeschnitten sein mußte, vergessen oder sogar verdränkt hatte ich wohl die Tatsache, daß da ein ganzes Stück fehlte! Damit aber wenigstens im "Wohnraum" die Verkleidungen farblich alle zusammen paßten, mußte ich mir was einfallen lassen. Zumal ich auch von dem extra gekauften Kunstleder nicht mehr all zu viel übrig hatte, als daß es für eine komplette Verkleidung gereicht hätte. Der Plan war, daß der Sichtbare Teil wieder mit dem Original und der Rest, welcher eh hinterm Schrank verschwindet, mit dem Neuen Material bezogen werden sollte. Also erstmal vorsichtig den originalen Bezug (zumindest das, was übrig war) von der alten Pappe herunter filetieren. Dieser Part der Arbeit ging recht unproblematisch von der Hand. Ihr merkt jetzt schon, da kommt noch ein dickes Ende...!😞 Da komm ich aber gleich dazu. Ein paar Tage zuvor hatte ich mir im Baumarkt des Vertrauens eine 3mm MDF-Platte zurechtschneiden lassen. Das Übertragen und Bohren der Löcher für die Klammern war allerdings überhaupt nicht das Problem. Ekelhaft wurde es erst beim Bekleben

Anders als beim neuen Kunstleder, muß sich wohl der eigens dafür gekaufte Sattlerkleber mit dem alten Kunstleder nicht sonderlich vertragen haben. Unschönes Endergebnis war, daß es viele Falten warf. Da konnte ich machen, was ich wollte. Der Abend war für mich an dem Punkt gelaufen und der Frust darüber mußte mit Bier runtergespühlt werden... zuhause versteht sich! 😉 Aber seht selbst!



Nicht sonderlich schön, aber was hilft´s?! Einziger Wehrmutstropfen, daß man das Meiste davon nicht mehr sieht, da es zum einen vom Schrank und zum anderen von dem daneben befindlichen Sitzkasten verdeckt wird. Beim Rest schau ich so gut es eben geht nicht mehr hin oder werf irgendein Kissen in die Ecke! Wer weiß...?!

Sehr unproblematisch gimg es hingegen an der Trennwand von statten. Die untere Gummimatte (die war noch im Top Zustand und viel zu schade zum wegschmeißen) angeklebt, die Aluleiste zur Befestigung der Panelen wieder angenietet und selbige wieder angeschraubt. Allerdings fehlte am oberen Ende der Trennwand etwas. Hier wurde wohl, um mehr Platz für den Küchenblock bzw. den Schrank zu schaffen, das Abdeckpolster entfernt. Das sah so in meinen Augen irgenwie etwas schäbig aus. Was tun also? Ha! Ich hatte ja noch ein paar kleine Reste vom Kunstleder!

Dem aufmerksamen Betrachter wird aber gleich auffallen, daß das farblich nicht so ganz paßt! Ganz richtig! Das Kunstleder hatte ich mir ja schon vor einiger Zeit extra für die Kofferraumverkleidungen und Kick-Panele im Fußraum besorgt. Hier mal für Euch als Gedächtnisstütze der Post von damals.

Aber immer noch schöner, als das nackte Belch mit den klaffenden Befestigungslöchern ansehen zu müssen. Aber auch hier gilt, das meiste wird wieder von den Möbeln verdeckt!

Ach ja, da war noch was! Die Bodenplatte! Jeder von uns kann da z.Zt. ein Liedchen davon singen, wie teuer alles geworden ist. 😱 Natürlich sollte was robustes wieder verlegt werden, somit fiel die Wahl auf 12mm dicke Siebdruck-Holzplatten. Im Zuschnitt kostet das Zeug so richtig Asche, wenn ich´s noch richtig im Kopf hab waren das glaub ich so ca. 48€/qm!!! Was also tun? Recht viel Möglichkeiten hatte ich ja nicht gerade... Doch! Wenigsten ein klein wenig konnte ich mir was sparen! Im Hochregal, wo alle möglichen Holzplatten/Arten in verschiedenen Stärken ausliegen, egal ob OSB-, Span- oder eben Siebdruck-Platten, gibt es genügend Auswahl. Letztere gab es in den Abmaßen 1,25m x 2,50m. Verdammt, man kann es drehen oder wenden wie man will, es reicht nicht aus. Denn man bräuchte um den Boden vollständig auszulegen mindestens 1,50 x 1,50m! Also nochmal nachrechnen. Eins muß man nämlich wissen. Wenn man sich eben außerhalb vom Zuschnitt eine Platte zurechtsägen lassen möchte, so wird pro Schnitt (!!!) 3€ berechnet! Ja, so ist das eben... Wurscht! Die Platte aus dem Regal auf ca. 1,50m ablängen lassen, den Rest aus dem Zuschnitt dazu gekauft. Das übrige Stück aus der Platte reicht mir sogar noch für den "Heinemann"-Anhänger. Weil der soll ja bei Zeiten auch noch aufgehübscht werden. Also summa summarum unterm Strich wenigstens ein klein wenig was gespart! 😉
 

Kleiner Positiver Neben-Effekt, man tut sich wesentlich leichter, die Platte ins Innere zu hiefen! Und wenn mal der Bodenbelag drüber liegt, sieht das kein Mensch mehr. Also Haken dahinter!

Bis auf die hintere Stoßstange ist der Bus somit zumindest von außen betrachtet auch fast komplett zusammengebaut. Die Abdeckungen unter den beiden hinteren Scheiben sind an ihrem Platz, allerdings vorerst nur provisorisch eingehängt. Diese sollen nämlich noch vorsorglich ordentlich auf der Innenseite konserviert werden, bevor sie fest verschraubt werden.

Und dann waren da noch die Zierleisten... Junge, Junge, Junge!!! Was ein Akt! Es war ja schon ein Ding, die Plastik-Tüllen in die dazugehörigen Löcher zu drücken! Die Leisten wollte ich erst wieder anbringen, wenn´s wieder etwas wärmer werden würde, damit es, so dachte ich zumindest, etwas leichter gehen könnte, da dann nicht alles so starr und steif sein sollte! "Gstarrads Glump" wie wir Bayern sagen würden!😅 Geweigert hatten sich die Dinger trotzdem, obwohl ich die Tüllen mit einer Reibahle zuvor etwas aufgeweitet und damit es besser flutscht ein wenig gefettet hatte.

Mit viel Gefühl und definierter Kraft 💪 "klopfte" ich die Leisten mit dem Handballen (und einem dicken Lappen bewaffnet) an ihre Position. Wobei mit der Zeit ich nicht genau wußte, was da bald am ehesten nachgeben würde?! Entweder brech ich mir bei der Aktion noch was, oder das Blechkleid hat am Ende die ein oder andere Delle mehr!

Der Erfolg war dann doch noch auf meiner Seite, auch wenngleich meine Hand danach ein wenig schmerzte. Das gehört halt dazu! 😄

Das war´s dann mal wieder!

Bis zum nächsten Mal!

Euer Hias
 



Donnerstag, 28. April 2022

Sound-Update für Jubikäfer "Wendelin"

Mittlerweile ist ja ein Jahr vergangen, seitdem ich in "Wendelin" das BLAUPUNKT Bremen SQR46 DAB Radio eingebaut hatte. Ihr erinnert Euch sicherlich?!



Mein Fazit: absolut empfehlenswert, bin vollstens zufrieden damit! 😎 Einziger Wehrmutstropfen war der Sound ansich im Käfer. Gut, der kleine Mono-Lautsprecher neben dem Tacho brüllte sich fast zu Tode. Da gab es Nachholbedarf. Allerdings wollte ich da nicht großartig eine riesige Boxen-Armada einbauen, mit Subwoofer, Endstufen usw.... aus dem Alter bin ich wohl hoffentlich raus! 😂

Nein, jetzt mal ernsthaft! Es sollten nur Lautsprecher rein, um den einzelnen Lausprecher vorne ein wenig zu unterstützen und damit es sich klanglich ein weinig schöner und sauberer anhört. 

Jetzt wollte ich aber nicht irgendeine Hutablage da hinten reinzaubern, nur damit da handelsübliche 2 oder 3-Wege Systeme Platz finden. Paßt in meinen Augen einfach nicht dazu. So fiel die Wahl auf stilische Kugel-Lautsprecher. Zu dem Thema hatte ich mir zwei verschiedene Varianten angeschaut. Zum einen die Wiederauflage von BLAUPUNKT selbst und zum anderen die Version von CALIBER.

Hierzu hatte ich mir im Netz die ganzen Rezessionen zu den beiden Herstellern ein wenig durchgelesen. Zugegeben, bei solchen Dingen wie Lautsprecher ist das immer so eine Sache. Schließlich ist die Wahrnehmung darüber, wie gut bzw. wie schlecht sich so ein Lautsprecher anhört immer sehr subjektiv! Ganz klare Sache!

Aber nichts desto trotz waren die Bewertungen bei den BLAUPUNKT meist nicht sehr positiv. Auch der Preis von ca. 50€/Stk. sprachen letztendlich dagegen! Anders sah es bei den Lautsprechern von CALIBER aus, die Bewertungen meist recht positiv und der Preis (ca. 65-70€/Paar) sprachen für diese ebenso!


Von der Verarbeitung war ich sehr angetan, da kann man echt nicht meckern! So ging es dann ans Einbauen. Als Position hatte ich mir die Schräge unterm Heckfenster ausgesucht, dank des Schwenkbaren Fuß bei den Teilen ist das überhaupt kein Problem. Aber jetzt das Ganze nur mit Blechschrauben an die Karosse ballern...?! Zugegeben hatte ich zuerst etwas Hemmungen, ins Blechkleid Löcher zu bohren! 😨

Nein, das sollte dann doch etwas ordentlicher gemacht werden. Hierzu hatte ich mir schon für solche Zwecke mal einen Satz verschieder Größen sogenannte Einzieh-Gewindenieten besorgt. Zum Einsatz kamen die in der Größe M4. Also Augen zu und durch, setzte ich dann den Bohrer an! 😜 Mittels passender Nietzange war der ganze Spuk recht schnell erledigt. Und da die Position sehr weit unten ist, fällt das hinterm Lüftungsgitter kaum auf. Zusätzlich hatte ich dann die Gewindehülsen zur besseren Tarnung mit etwas zinngrau angepinselt. Dann noch alle Kabel ordentlich verlegen und sauber anschließen, fertig!

Nach getaner Arbeit folgte dann logischerweise gleich mal ein ordentlicher Soundcheck! 👍 Logisch, das sind jetzt keine brutalen Bass-Monster! Aber für diese Größe gibt es nichts auszusetzen! Haben einen sauberen Klang und übersteuern nicht gleich, wenn man am Rädchen vom Radio etwas weiter aufdreht! 😁 Was mir aber im Nachhinein nicht gefiel, waren die silberen Schraubenköpfe, da werde ich wohl mit etwas matt-schwarzer Farbe nachbessern müssen. Das war´s aber dann auch schon! Aber was meint Ihr denn dazu?

Soweit zum Update von "Wendelin"! Demnächst kommt mal wieder was vom T2. 

Bis dann!

Euer Hias

Sonntag, 6. März 2022

Scheiben und Schallschutz

Servus meine Lieben!

Nach langem mal wieder was neues aus unserer Schrauberhöhle! 😁

Es ging mal wieder ein wenig vorwärts. Als erstes kam die Schiebetüre wieder an ihren Platz. Und weil ich es mal wieder nicht abwarten konnte, hab ich die Türe alleine eingebaut! Keine leichte Arbeit, aber selbst Schuld würd ich sagen! 😉 Aber zumindest klappte alles ohne jegliche Vorfälle. Danach ruhte die Arbeit am Bus wieder für eine Weile...

Zugegeben in letzter Zeit hatte ich kaum Zeit und Lust, die nächsten anstehenden Arbeiten zu verrichten. Zumal es für diese ein wenig zu kalt gewesen wäre. Auf dem Zettel standen ja noch die Scheiben, die es noch einzuziehen galt und auch die Schallisolierungen wollten noch eingeklebt werden. In weiser Vorraussicht hatte ich ja die Scheibengummis nebst Chromkeder vor einer Weile schon in der warmen Stube daheim vorbereitet und an den Scheiben angebracht. Anschließend wurden diese sorgsam verpackt und zur Seite gestellt. 😉

Als erstest fingen wir (Andi und Uwe haben mich wieder einmal tatkräftig unterstützt! 👍 ) mit den vermeindlich "einfachen" hinteren seitlichen Scheiben an. Die hatten uns entgegen aller Erwartungen ganz schön gefuxt! Diese wollten partout nicht an ihren Platz und hatten sich ganz schön geweigert! Erst nach so 5-6 Versuchen (je Seite) hatten wir sie endlich drin! Möglicherweise waren es auch mehr Versuche, keine Ahnung, zumindest fühlte es sich so an...

Im Gegensatz dazu flutschten die Heck- und sogar die Windschutzscheibe gleich beim ersten Vesuch hinein! Tja so kann´s gehen...! Logischerweise blieb an diesem Tag dann keine Zeit mehr für die beiden Lamellenfenster übrig. 

Ein paar Wochen später dann sollte es dann mit den beiden Lammellenfenstern weitergehen. Hierzu mußte ich aber noch die Löcher für die Verschraubungen der Fenster bohren, da ja mein T2 diese nicht ab Werk besaß. 


Diesen Gag mußte ich mir einfach erlauben! 😅 Da mein Sohnemann eh absoluter "Cars"-Fan ist, kam ich einfach nicht drum herum, mir eine Sonnenschutzabdeckung im Cars Augen-Design anfertigen zu lassen! Paßt doch mega, oder?! 

Zum Einbau der Lamellenfenster: Damit ich mir beim Einpassen keine Macke reinhaue, wurde alles sorgsam mit Klebeband abgedeckt. Mittels Pappestückchen (dafür ohne Gummi)hab ich die Fenster ausgemittelt und anschließend die Stellen für die Bohrungen der Schrauben markiert. Nachdem alle Löcher gebohrt und mit etwas Lack und Fett versiegelt wurden, konnte es anschließend an den Einbau gehen.

 


Wie man unschwer erkennen kann, habe ich mich im Gegensatz zum Original in grau für den schwarzen Fenstergummi entschieden. Finde ich auf alle Fälle viel stimmiger. Oder was meint ihr?

Weiter ging es dann mit der Schallisolierung an der Karosse. Hierfür habe ich mit zwei Rollen "Alubutyl" besorgt. Da es allerding eigentlich doch noch ein wenig zu kühl war, hab ich mit dem Heißluftfön etwas nachgeholfen, damit eine ordentliche Verklebung gewärleistet ist. Begonnen hatte ich an den Radkästen in der Fahrerkabine, später ging es dann weiter nach hinten in den Fahrgast- bzw. Wohnraum.
  

Da ging schon ordentlich Material dabei drauf! Dennoch ist mir noch einiges übrig geblieben. Mal schauen, ob bzw. wo ich den Rest noch einsetzen werde?!


Selbstverständlich durfte bei der Heckklappe auch nichts fehlen! Jetzt fällt diese dank der Isolierung ohne Geschepper schön satt ins Schloß! 😎 Ich liebe sowas...!


Bis auf das Heck und den Zierleisten ist "Hermann" von Außen zumindest fast fertig. Aber immerhin für´s Ambiente hängt schon mal die obligatorische Hawaii-Blumenkette am Innenspiegel! 😎 

 

Ach ja, eins noch! Selbstverständlich wurde der Namensschriftzug an Front und Heck des Hochdaches aufgeklebt! 😁 Hierzu habe ich mich bewußt für diese Schriftart entschieden, da diese sehr dem Schriftzug der "Westfalia"-Busse ähnelt. Eine absolute Spinnerei, aber das mußte halt einfach sein!

So, das war´s dann mal wieder für´s erste. Demnächst werde ich wohl schon mal mit der Hohlraum-Konservierung beginnen. Jetzt, wo der Motor und das Getreibe noch nicht verbaut sind, kommt man immerhin besser an alle Längsträger und Holme hin. 

Bis dahin!

VG euer Hias  


Freitag, 31. Dezember 2021

Kleines Update vor dem Jahreswechsel...

Ein keines bißchen Zeit konnte ich mir dann doch noch "freischaufeln", um mal eben kurz in die Schrauberhöhle zu fahren. Bei dieser Gelegenheit habe ich mir mal das Armaturenbrett zur Brust genommen. Das war mir nämlich noch ein wenig ein Dorn im Auge. Die Oberseite ist ja bekanntlich aus lackiertem Blech. Über die Jahre hinweg wurde die Oberfäche einfach ein wenig unansehnlich, Kratzer und Rost um die Luftausströmer waren halt nicht zu übersehen. 

Allerdings hatte ich überhaupt keinerlei Bock, gleich das ganze Armaturenbrett zu zerlegen bzw. rauszurupfen. Es bot sich an, da ja die Windschutzscheibe noch nicht an ihrem Platz saß, das ganze Ding im eingebauten Zustand zu bearbeiten. Also die schadhaften Stellen erstmal entsprechend bearbeitet und im Anschluß die gesamte Fläche ordnetlich angeschliffen, bevor es zum nächten Schritt überging.

Im Vorfeld hatte ich mir natürlich ein paar Gedanken gemacht, wie man die Sache wieder am besten aufhübschen könnte. Einfach so mit schwarzer Spraydosenfarbe überblasen, ob matt oder glänzend, wollte ich irgendwie auch nicht. Hierfür hatte ich mir sogenannten Schrumpflack/Kräusellack besorgt. Da gibt es so einige Hersteller, bei dem hier von VHT hatte ich die besten Bewertungen gelesen. Also erstmal alles peniebel am Bus abdecken, bevor es losgehen konnte. Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen, wie ich finde! Der Lack hat genau das gemacht, was er tun soll. Den Effekt kann man auch mit Zuhilfenahme eines Heißluftföns noch verstärken. Aber seht selbst! 😉


Einziger WermutsTROPFEN, im wahrsten Sinne des Wortes, war die Spraydose selbst. Keine Ahnung woran es genau lag, aber im Dosenhals sammelte sich immerzu die Farbe. Logischerweise lief das Zeug igendwann drüber und tropfte an der Dose hinunter. Damit aber nicht alles auf die frisch lackierte Oberfläcke kleckerte, mußte ich ständig die überschüssige Farbe in einen Lappen kippen. War zugegeben etwas nervig. Ich vermute mal, daß das am Spühkopf selbst lag. So wie ich das sah, traf ein Teil vom Sprühstrahl an den Rand des Halses, weshalb sich die Farbe dort sammelte. Vermutlich ein Produktionsfehler...?!? Wer weiß das schon!? War mir zum Schluß auch egal, das Ergebnis zählt! 😎


So, das war´s erstmal für dieses Jahr!!!

Bleibt mir nur noch zu sagen, rutscht alle gesund und munter rüber nach 2022!!!

Bis dann!!

Euer Hias

Donnerstag, 23. Dezember 2021

Endlich mal ein paar Schritte vorwärts...!

Zugegeben, in den letzten Wochen, seitdem mein T2 wieder vom Lackierer zurück gekommen ist, hatte sich leider so gut wie gar nichts getan! Was aber in erster Linie daran lag, daß ich überhaupt keinerlei Zeit gefunden hätte, um irgendwas in aller Ruhe dran zu machen. Wie der ein oder andere ja weiß, liegt unsere Halle ein wenig von meinem Wohnort entfernt und um dann "nur" für ein/zwei Stunden am Bus zu arbeiten, hätte es sich auch kaum rentiert, extra in die Schrauberhölle...ähm Höhle zu fahren! 😉

Aber jetzt genug gejammert...!😅 Immerhin habe ich an der Frontpartie zu schrauben begonnen. Als erstes nahm ich mir die rechte Türe zur Brust. Beginnend mit dem Einbau von Schloß und Türgriff. Danach mußte ich die Türe nur ein klein wenig einstellen. So gesehen kein wirkliches Hexenwerk, zumal die Türe schon beim ersten Einsetzen fast perfekt saß. Aber eben nur fast! 😉 Schließlich fehlte ja auch noch der Dichtgummi und der trägt ja auch noch ein wenig auf. 

Dann kam mein eher ungeliebter Teil! Der äußere Zierrahmen mit Dichtlippe und innere Dichtleiste... Boah wie ich diese Drecksdinger hasse!! Ich weiß, da gibt es wie beim Käfer auch sowohl die eigentlich gute Qualität, als auch die Preisgünstigen. Wobei ich auch schon bei den angeblich guten Zierrahmen, die ich bei meinem Käfer damals verbaut hatte, auch so meine Müh und Not hatte, diese ordentlich einzubauen. Aber egal, ich schweife ab! 😅 

Für "Hermann" hatte ich mich für die etwas günstigeren entschieden. Von der Paßgenauigkeit sind die eigentlich gar nicht mal so schlecht, um nicht zu sagen doch recht gut! Einziger Wehrmutstropfen, die beiden Löcher am Türrahmen zu B-Säule hin, an denen die Halteklammern der Schachtleiste gesteckt werden, fehlten! Also mußte ich diese nachträglich bohren. Aber das war sehr schnell erledigt. Die Seitenscheibe hatte ich vorsorglich zuvor schon in der Türe platziert, danach folgte der Kraftakt mit dem Dreiecksfenster, welcher mir die ein oder andere Schweißperle auf die Stirn treib! 😁 Einerseits will man ja schließlich die Schachtleisten nicht verhundsen, zum anderen möchte man sich auch keine Macke in den frischen Lack hauen. Um dem ganzen natürlich vorzubeugen, hatte ich den Türrahmen mit genügend Tape abgeklebt. 


 
Selbstverständlich wurden die Innenflächen mit ausreichend Alubutyl gedämmt. Es gibt in meinen Augen, oder sagt man da besser Ohren (??), nix schlimmeres, wenn die Türen beim Schließen blechern scheppern! 😜


Das selbe Spiel folgte dann auf der linken Seite. Wobei da flutschte das Ganze seltsamerweise ein wenig besser...tja warum wohl?! 😂

Wieder gleiches Spiel, erst alles abkleben, dann einbauen...

Fertig!

 
Selbstredend kam auch hier Alubutyl zum Einsatz.


 

Die Kofferraumklappe sitzt auch schon an ihrem Bestimmungsort, ebenso der dazugehörige Dichtgummi. Ein klein wenig muß ich die Klappe noch in der Höhe anpassen, ansonsten paßt sie schon ganz gut und fällt satt ins Schloß. Dämmung? Jawoll! Die Spaltmaße zu den Seiten sind okay und nach außen hin schließt sie bündig ab. 


Ein Detail, was wohl kein Mensch mehr sehen wird, sind die Lüftungsklappen. Diese hatte ich ja schon vor einer Weile komplett blank geschliffen und wieder im originalen grau lackiert. Zumindest hatte ich das in einem meiner Bulli-Bücher nachgelesen! 😉 



Dann hieß es alles abdecken, danach wurde alles andere mit einer dünnen Schicht transparentem Wachs von Troson zur Vorsorge konserviert. Sicher ist sicher! 


Kaum ist die Fronpartie fast fertig, schaut der T2 gar nicht mehr so traurig aus, oder?! Einzig das Lüftungsgitter konnte ich nicht einbauen, da ich das daruterliegende Kunststoffgitter zuhause liegen hab lassen. Ebenso die Stoßleiste für die Stoßstange, die muß ich aber eh noch sauber machen. Na ja, was solls?! Dann halt beim nächsten mal! 

Sollte mir zwischendurch die Motivation ein wenig flöten gehen, dann kann ich immerhin schon jedes mal auf das schöne Gesicht hier schauen!😎 

Mit der Schiebetüre habe ich auch schon ein wenig begonnen, zumindest mit dem Dämmen. Damit das ganze auch halbwegs ordentlich ausschaut, hatte ich mir zuvor ein paar Pappschablonen zurecht geschnitten und danach auf die Alubutyl-Bahn übertragen. Blechern scheppern sollte somit auch hier der Vergangenheit angehöhren! 


 


Und hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf das, was noch kommt. Hab einfach mal probehalber die neuen Räder daneben gestellt, nur um zu sehen, wie das so wirkt. Hätte echt nie gedacht, daß mir mal die Weißwandringe von "RAVUS" so gut gefallen! 😎

So, das war´s mal wieder! Mal schauen, ob ich zwischen den Jahren dazu kommen werde, um ein wenig weiter zu schrauben! Bis dahin wünsch ich Euch allen und Euren Familien ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest und einen gesunden Rutsch ins neue Jahr 2022!!!

Bis dann!

Euer Hias

Donnerstag, 28. Oktober 2021

Neue Schmutzfänger für "Hermann"

 Bei meinem T2 waren ab Werk serienmäßig Schmutzfänger an der Hinterachse verbaut. Diese waren eigentlich auch noch ganz passabel und wären es mit ein wenig Zuwendung auf jaden Fall wert gewesen, diese auch wieder zu verbauen.

Doch wie das eben so ist, habe ich wohl einen der beiden Schmutzfänger durch das viele Hin- und Herräumen verbummelt! 😒 Hab wirklich alles auf den Kopf gestellt, alles abgesucht, sowohl bei Basti in der Werkstatt, bei uns in der Halle, als auch bei mir zuhause in der Garage...! Nix...!

Dieses Ding blieb leider unauffindbar! Jetzt ein neues Paar Schmutzfänger kaufen und dazu noch die passenden Halter?! Letzere kosten, wenn ich das noch richtig im Kopf habe, so zwischen 40 und 45€. Also eher nicht! Zumal es ja bei den Schmutzfängern nur die Varinaten von "EMPI" zu kaufen gibt und da sind auch schon so um die 70€ fällig. Aber mal abgesehen davon, gefallen hätten die mir sowieso nicht. 😉 Zumindest wurde ich bis dato leider nicht fündig, welche mit VW-Zeichen gibt es für den T2 eh nirgendwo in den mir bekannten Teile-Shops zu kaufen...

Durch einen blöden Zufall, warum auch immer, stieß ich auf meiner intensiven Suche auf die hinteren Schmutzfänger vom T5/T6 Pritsche. Und wow...sogar mit geprägtem VW-Zeichen! Hm...könnten irgendwie passen dachte ich mir. Also Tages darauf zu meinem "Freundlichen" des Vertrauens gedüst und einen Satz geordert um Maß zu nehmen. Warum dann gleich den kompletten Satz werdet ihr euch sicherlich fragen?!

Zur Erklärung, beim T5/T6 Pritsche sind die hinteren beiden Schmutzfänger unterschiedlich breit. Laut Auskunft von meinem Lieblings-Lageristen ist dies der Anbringung vom Auspuff geschuldet oder so. Da jetzt aber im ETKA keinerlei Maße angegeben sind, mußten eben somit der komplette Satz bestellt werden. Als dieser dann da war, habe ich beide Seiten mit dem Original des T2 verglichen. Die rechte Seite vom T5/T6 ist von den Abmaßen nahezu fast identisch. Also gleich noch einen zweiten rechten bestellt. Wobei den linken Schmutzfänger könnte man auch verwenden, aber hierzu später mehr! 😉

Ihr könnt euch sicherlich denken, daß ich den Typ aus dem Lager recht gut kenne und er mich! Sonst wär so ein "Spaß" eigentlich nicht so ohne weiteres möglich. 😅

Jetzt ging es erstmal daran, den Halter nachzubauen. Hierzu habe ich mir für schmales Geld zwei Blechplatten in entsprechender Größe besorgt. Mittels zuvor angefertigter Pappschablone hab ich dann die Form auf das Blech angerissen und ganz profan mit der Flex ausgeschnitten, anschließend mit Zuhilfenahme zweier Winkeleisen am Schraubstock entsprechend abgekantet. Zu erwähnen sei aber auch, daß ich die Form bzw. Größe leicht abgwandelt habe. Schließlich wollte ich die gesamte Breite zum Festschrauben nutzen. Der mitgelieferte Halter der neuen Schmutzfänger fand hierbei selbstverständlich im Sinne der Nachhaltigkeit ebenfalls Verwendung!

Der breite Teil wurde abgeschnitten und nochmals in der Hälfte getennt. Somit hat man auch gleich die beiden seitlichen Halter, die am Träger der Karosserie verschraubt werden. Ob man es glauben mag oder nicht, diese haben am Ende exakt das gleiche Maß, wie im original. Ohne Witz! 😁 Aber hierzu mal die Bilder zur leichteren Erklärung!

Hier das Neu- und Altteil vor dem Umbau im direkten Vergleich!

 

Da vom Gegenhalter zu wenig Material zum Umbiegen vorhanden war und alle Schraublöcher verwendet werden sollten, mußte ich mir einen kleinen zusätzlichen Winkel anfertigen.  

So sieht das fertige Ergebnis aus!

 

Linke und rechte Seite von Vorne...

 



...und hier in der Rückansicht. Die hier verwendeten Schrauben (zur Veranschaulichung) sind allerdings leider etwas zu kurz. Idealerweise nimmt man hier besser M6x25er Schrauben.

Hier nochmal im Vergleich mit dem origianlen Schmutzfänger.

 

Ich hatte ja Eingangs erwähnt, daß man den linken Schmutzfänger durchaus verwenden könnte. Dieser ist ja um einiges breiter als der rechte. Von den Abmaßen her könnte man diesen für die Vorderachse verwenden, paßt sozusagen wie die Faust auf´s Auge an den Querträger der Wagenheberaufnahme. 😉 Bin schon am überlegen, ob ich mir doch noch für vorne welche montieren sollte?! Solltet ihr Interesse bekommen haben und möchtet euch selbst diese Schmutzfänger an euren T2 montieren, hier mal die beiden OE Teilenummern von VW!

Schmutzfänger links   (breite Seite): 7J0898811

Schmutzfänger rechts (schmale Seite): 7J0898812 

Wünsch euch viel Spaß beim nachbasteln!!!

Bis zum nächsten mal!

Euer Hias

Samstag, 25. September 2021

Projekt "Hermann" - Beginnen wir am Motor...

Zugegeben, diese Arbeit habe ich ziemlich lange vor mich hergeschoben. Aber es half nix, irgendwann muß es eben sein! Die Antriebseinheit bot sich in einem recht traurigen Zustand. Und daß obwohl der Motor gerade mal 110tkm gelaufen hat. Recht typisch, wie so bei vielen anderen T2 mit dem 2,0 Liter Typ4 Aggregat, waren natürlich alle Motorbleche vom Rost zerfressen bzw. schon ganz übelst in Mitleidenschaft gezogen worden. 

Im Gegensatz zum Käfer, bei dem es die Motorverblechung vergleichsweise gefühlt wie Sand am Meer gibt (neu oder gebraucht), gibt es für den Typ4 Flachboxer so gut wie nichts Neues nachzukaufen. Im besten Fall vielleicht mal gute gebrauchte Ware, sofern mal was angeboten wird, wobei dann Preise aufgerufen werden, daß einem schwindelig wird! Also bleibt einem nichts anderes übrig, als die alten Bleche mühevoll wieder auf Vordermann zu bringen. Also dann mal ran an den Speck...ähm...Rost!

Der erste Blick von oben ohne Luftfiltergehäuse

 
Die rechte Seite war am schlimmsten zerfressen..

Die hintere Ecke der rechten Zylinderabdeckung war nicht mehr zu retten bzw. eigentlich schon nicht mehr vorhanden. Da blieb nichts anderes übrig, als den Abschnitt zu rekonstruieren. 

 

Ähnliches Bild auch auf der linken Seite. Zwar nicht so viel wie auf der gegenüberliegenden Seite,aber mindestens genauso aufwendig!


Hinzu kam noch, daß in der Vergangenheit ein unschönes Loch auf Höhe der Spannschraube für die LIMA geschnitten wurde. Vermutlich um diese mittels Schraubenschlüssel die Mutter zu kontern, die originale ging wohl irgenwann mal verloren und da behalf man sich wohl dieser unschönen Methode. 😖

Zurecht gedengelt und wieder alles verschweißt.

 


Da kam ich leider auch nicht drum herum, da das Loch für die Kabeldurchführung der LIMA vom Rost ausgefranzt war. Außerdem war das Blech in diesem Bereich eh schon sehr dünn, somit mußte hier auch ein kleines Reparaturblech angefertigt werden. 


Das Schottblech hat mich auch so einiges an Geduld gekostet. Vorallem auf der rechten Seite, bis mir die Wölbung einigermaßen gefallen bzw. auch gepaßt hatte! Zwischendurch wurde es immer wieder mal angebaut, um zu sehen, ob denn alles so aneinander paßt, wie es soll. 
 

Probemontage...

 


Für diese Arbeiten waren das meine kleinen Helferlein. Um mir das Zuschneiden der Bleche zu erleichtern, habe ich mir Schablonen mittels Abdeck-Klebeband und Gaffertape zurecht geklebt, angezeichnet und ausgeschnitten. Somit konnte ich bei der Gelegenheit auch die Wölbungen und Winkel nachahmen.


Der Auspuff wurde dann auch noch auf Vordermann gebracht. Natürlich sind mir bei der Demontage alle drei Stehbolzen vom Auspuffrohr abgerissen, ebenso einer am Wärmetauscherflansch. Die restlichen hatten zwar "überlebt", allerdings waren die schon so dünn, daß sie höchstwarscheinlich beim Montieren letztendlich abgerissen wären. Jedoch ließen sich die übrig gebliebenen Stehbolzen nicht mehr herausdrehen. Also blieb mir nur die unschöne Arbeit, die Dinger abzuflexen, aufbohren, neue Gewinde schneiden und dann die neuen Bolzen eindrehen.

Vermutlich noch der erste Auspuff...?!

 


Mit hitzebeständigen Lack wieder etwas aufgehübscht dürfte der Schalldämpfer sicherlich ein kleines Weilchen noch herhalten...

Bis zum nächsten mal...!

CU Hias