Servus!


5 Luftgekühlte und 3 Typen unter 1 Dach!

Servus! Wir sind drei Jungs aus Landshut in Niederbayern, die die Leidenschaft an VW Käfer und luftgekühlten Volkswagen teilen!
Eine kleine Schrauberhalle haben wir zum Zentrum unserer Weltanschauung gemacht und uns mehr oder weniger wohnlich eingerichtet. Darum wollen wir euch ein bisschen auf dem Laufenden halten was wir so alles auf die Räder stellen, auf welche Treffen es uns verschlägt und alles andere rund um unser luftgekühltes Hobby!

Enjoy it!
Andi, Hias und Uwe

Montag, 23. August 2021

Projekt "Hermann" - Heckklappen-Happy End

Vor kurzem hatte ich ja hier geschreiben, daß ich unbedingt eine Heckklappe bräuchte. Nun ja, hab viel rumgefragt, gesucht, Kleinanzeigen und Ebay durchforstet usw. usw... Letzeres war ich auch fündig geworden, allerdings scheiterte es hier an den zu kostspieligen Versandkosten. 

Sepp, "Hermann´s" Vorbesitzer, hatte sein Bulli-Netzwerk etwas spielen lassen und ist promt fündig geworden. Und wie es der Zufall so wollte, lag das gute Stück nicht einmal weit weg von mir! Glück darf man auch manchmal haben, oder!?! 😄

Für einen absolut akzeptablen Kurs wechselte das gute Stück den Besitzer. Da war mir auch die grelle Farbgebung mit der seltsam anmutenden Beschriftung auch völlig egal!! 😅

Es half alles nix, der Schriftzug mußte leider weichen! 😆

Mit Spachtel und Heißluftfön rückte ich den aufgeklebten Buchstaben auf den Pelz. Nur lösten sich bei dem Versuch auch Teile der Farbe von der Oberfläche. Scheinbar war das irgendein Kunstharzlack oder sowas ähnliches, jedenfalls war der richtig weich (aus Lacktechnischer Sicht)! Also half alles nix, die Farbe mußte runter! Wollte nicht riskieren, daß mein Lackierer mir nie wieder was macht oder schlimmer noch mich gleich mit dem Ding erschlägt!😂

Den Ausschnitt für´s Fenster mußte ich natürlich nicht extra raustrennen. Da war nur eine überlackierte Scheibe drin! 😉

Wie schon gesagt, der Lack war wirklich ultra weich, weshalb der beim Abschleifen mittels Drahtbürstenaufsatz so richtig verschmierte. Die Klappe hatte mehrere Farbschichten, angefangen vom originalen grau, über schwarz, weiß und dann eben gelb. Aber mit viel Geduld und Spucke ging´s irgendwie dann schon!
  


Kurzer Schockmoment, als der gelbe Schleifstaub schlagartig weiß wurde und zwar auf der linken Seite im Bereich der unteren 5cm. Och nööööö, bitte nicht schon wieder ein mit Spachtelmasse zugeschmiertes Rostloch! Aber dann Entwarnung, war doch nur eine unschöne Delle! Ansonsten bot die Klappe, mal abgesehen von ein paar kleinen Dellen, dann keine weiteren bösen Überraschungen mehr.

Bis dahin dauerte es ein klein wenig, aber mit dem Ergebnis kann ich durchaus leben...

 



Kein schöner Job, aber was muß, das muß...!!! 😅

Bis demnächst wieder!

Hias

Samstag, 21. August 2021

Neulich am Straßenrand

Vor kurzem war ich mit Familie und guten Freunden beim Essen. Leider nicht im Biergarten, da das Wetter sich rasch änderte und der Himmel seine Schleusen öffnete, weshalb wir uns dann in den Gastraum des Wirtshauses wiederfanden. Doch dann hörte man durch die gekippten Fenster ein vertrautes dumpfes Brummen eines 4 Zylinder Boxers! Der Hals wurde länger und dieAugen größer! 😅

Logisch, neugierig wie ich war mußte ich gleich nach draußen, um zu schauen was da vorgefahren war...!



Noch schnell zwei Bilder geschossen, bevor der nächste fette Regenschauer auf mich nieder goß! 😅

Mittwoch, 18. August 2021

Projekt "Hermann" - Polierarbeiten

Um die Zeit bis zum Lackiertermin zu überbrücken, nehm ich mir all die Arbeiten zur Brust, die in Summe sehr aufhalten, aber dennoch unbedingt gemacht werden müssen. So hab ich die beiden Stoßstangen in Angriff genommen, die schrien förmlich nach Zuwendung! Zwar wiesen sie so gut wie keine Rostpickelchen auf, aber recht stumpf und glanzlos boten sie keinen sonderlich schönen Anblick.

Mittels Polieraufsatz für den Akkuschrauber bzw. Bohrmaschine und diversen Poliermittelchen ging es dem Dreck der letzten Jahrzehnte an den Kragen! Natürlich liegt es auf der Hand, daß die Stoßstangen über die Jahre hinweg die ein oder andere kleinere Delle und Kratzerchen kassiert hatten. Letztere ließen sich trotz aller Bemühungen auch nicht ganz entfernen. Aber was soll´s?! Das macht nämlich doch ihren Charme aus, wie ich finde! Viel wichtiger war es mir, das Vorhandene so gut es nun mal ging aufzuhübschen! Und noch viel, viel wichtiger war es mir, daß es sich bei den Teilen um Originale handelt!Chromstoßstangen an T2b Bussen sieht man eh nicht so oft. Aber hier mal das fertige Ergebnis...


Hier der Beweis dafür, original VW! 😎

Die Beulen in der Mitte der hinteren Stoßstange sieht man später eh nicht mehr, da diese von der Gummileiste abgedeckt werden!

Nachdem ich mit den Polierarbeiten fertig war, wurden beide Stoßstangen sorgfältig abgeklebt. Die Innenseiten mußten unbedingt vom groben Rostbefall befreit und versiegelt werden! Mit Bohrmaschine und Darhtbürstenaufsatz ging es ran an den Speck...äh...Rost! 😉

Sieht auf den Bilder schlimmer aus, als es in Wirklichkeit ist! Selbst die AHK hatte kaum Rostbefall, war in erster Linie sehr dreckig. So mußte ich nur die einzelnen Stellen etwas behandeln.

Wie hier an der hinteren Stoßstange sah es an der vorderen ganz ähnlich aus.

Um dem Rost für die Zukunft Einhalt zu gebieten hab ich dieses mal was Neues ausprobiert. Langzeiterfahrungen hab ich logisch noch keine, aber das Zeug soll echt nicht schlecht sein! Vorteil im Gegensatz zu BRUNOX, was sonst bei mir zum Einsatz kommt, dieser Rost-Stop lüftet nach ca. 2-3 Std. ab, dringt dabei tief in den noch vorhandenen Rost ein und läßt sich danach gleich weiter verarbeiten. So die Pruduktbeschreibung... Die Zukuft wird es zeigen!

Nachdem der Rost-Stop von "K-LINE" abgelüftet hatte, hab ich die Innenseiten mit Unterbodenwachs von "LIQUI MOLY" in anthratzit/transparent konserviert. Sicherlich hätte man die Innenseiten auch zum Sandstrahlen geben können. Aber seien wir mal ehrlich, die Dinger sind jetzt 45 Jahre alt und haben bis jetzt so gut durchgehalten! Die halten sicherlich noch ein ganzes Weilchen mit der Behandlung durch! Denn Salz, Schnee und Eis werden sie sowieso nie mehr sehen, da bin ich mir ziemlich sicher! 😁
 

So weit so gut von mir und "Hermann"! 😉

Bis demnächst!

Euer Hias

Freitag, 6. August 2021

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 Wir sagen wieder einmal DANKE für´s reinschauen!!!

Projekt "Hermann" - Nebenbei Bastelei


 Auch wenn man jetzt meinen könnte, "Hermann" kommt endlich zu Lackierer, dem ist leider nicht so! Vielmehr brauchte Basti dringend Platz, weswegen mein T2 in sein zukünftiges Quartier untergebracht wurde, wo er dann auf seinen Termin zum lackieren wartet. Und das kann sich erstmal ein klein wenig hinziehen, da der Lackierer momentan bis unter die Decke voll mit Arbeit ist.

Zwischenzeitlich hat sich seit dem letzten Post ein klein wenig was getan. So hab ich u.A. die Regenrinne von der alten und rissig gewordenen Dichtmasse befreit. Um ehrlich zu sein, kein wirklich schöner Job! 😖 Aber mußte unbedingt sein! Danach wieder alles fein säuberstlich mit Epoxi-Grundierung gestrichen und neu abgedichtet. Aber nur soviel, daß die Funktion als Regenrinne auch wirklich noch gegeben ist!

Dann war da noch die Sache mit der Motorklappe. Anfangs dachte ich noch, daß man diese evtl. noch retten könnte. Von außen sah sie jedenfalls eigentlich noch ganz passabel aus. Aber der schöne Schein trügte. Offensichtlich war aber eine Stelle am Falz, bei der in der Vergangenheit mit Spachtelmasse kunstvoll modelliert wurde. Also ging ich der Klappe mit Flex bzw. Bohrmaschine und Drahtbürste an den Kragen. Tja mei, was soll sich sagen... aber schaut selbst!

Der Falz um die komplette Klappe ist komplett vom Rost zerfressen.

Es gab wirklich keine einzige Stelle, wo die braune Pest nicht vorhanden war!

Sogar der Bereich um das Schloß herum ist völlig verrottet.

Das war die verdächtige Stelle, worum es eigentlich ging! Also das Ding ist definitiv nur noch für die Tonne!


Glücklicherweise konnte mir hierbei Gunar weiterhelfen! Er hatte von seinem damaligen Griechenland-Trip sich eine gute gebrauchte Klappe mitgebracht. Diese hatte nur etwas Oberflächenrost, überhaupt nix dramatisches. Und über das Finanzielle haben wir erst gar nicht lange quatschen müssen...!😎 Fettes Merci an dieser Stelle nochmal!!

Einziges kleines "Manko", bei dieser Klappe handelte es sich um eine von einem späteren Modell. Mein T2 hatte noch das "richtige" Scharnier, die "Griechische" von Gunar war jünger und hat somit links und rechts den rechtwinkligen Hacken. Ganz erhlich gesagt war mir das wurscht, so extrem auf Orginalität leg ich auch wieder keinen Wert drauf. Also suchte ich mir in der Werkstatt was zusammen und fing an zu basteln. 

Und hier das fertige Ergebnis. Eigentlich so nix besonderes, zwei Flachstähle, die in etwa die gleiche Materialstärke haben wie die originalen Scharniere, zwei auf die richtige Länge zugesägte Röhrchen mit ca. 7mm Innendurchmesser, Löcher gebohrt und gesengt, zusammengeschweißt, bißchen verschleifen und fertig! 😀


Und so sieht das ganze dann im eingebauten Zustand aus. Klappe sitzt ordendlich an seinem Platz und der Spalt außenrum paßt auch. Sicherlich hätte ich auch die originalen Halter verwenden können, ich wollte aber beide Verschraubpunkte nutzen. Zudem füllt der Flachstahl die gesamte Breite der Sicke aus und man könnte meinen, daß das so Serie sein könnte! 😉

Und weiter geht´s mit Hias´ Bastelstunde! "Hermann" ist ja ursprünglich als L-Modell vom Band gelaufen, also mit sehr viel Chromzierrat. Und ich steh ja zugegebenermaßen auf Lametta! 😅

Im Innenraum soll sich ja die "Chromorgie" fortsetzten. Nur keine Sorge, es bleibt alles im Rahmen und es wird auch nur das verbaut, was es im Regal von VW gab!! Die originalen Fensterkurbeln mit dem glänzendem Metall hatte ich ja schon, gibt es ja auch noch neu zu kaufen. In meinem Fundus an Käferteilen hab ich auch noch einen Satz verchromter Innen-Türgriffe liegen. Jetzt möchte man meinen, daß bei so alten VW´s vieles untereinander austauschbar ist und somit auch paßt. Ja von wegen...! Wieder mal was gelernt, denn nur weil das auf dem ersten Blick so ausschaut, muß es noch lange nicht passen! So auch bei den Griffen.  

Hier mal die Griffe im direkten Vergleich. Links ist der Griff bereits schon auf T2 umgebaut, rechts der Originale vom Käfer.

Hier auch schön zu erkennen, daß die Aufnahmen komplett anders sind.

 
Viel zum Umbauen braucht es hier allerdings nicht. Hierzu benötigt man nur eine längere M4 Imbus-Schraube mit 40mm Länge. Zwei Beilagscheiben und eine selbstsichernde Mutter.

 
Dann muß nur noch der eingenietete Bolzen aufgebohrt werden und mittels Durchschlag herausgetrieben werden. Überhaupt nix wildes, nur sollte man die Feder nicht verlieren! 😉    
Schraube rein, mit den Beilagscheiben und Mutter verschraubt, Feder wieder einhängen, fertig!

Und so sieht das ganze dann zusammengesetzt aus. Nichts stößt an und alles läßt sich frei bewegen. Wieder nix besonderes, aber es erfüllt seinen Zweck! 😎

Jetzt muß ich mir nur noch eine halbwechs gute Kofferraum-Klappe suchen! Bezahlbar versteht sich! 😉 Wie sich nämlich rausstellte, ist die Ersatzklappe, die ich in meinem Teilelager noch hatte, nicht für mein Baujahr passend. Diese ist von einem späten T1 (so ab 1966) bzw. für einen T2a. Danke wieder an Gunar für die Info! 😅

Bei der Klappe ist wieder alles anders, was man aber auf den ersten Blick nicht sieht, wenn man es nicht weiß. Die Schraubpunkte der Scharniere sind um ein paar cm nach oben versetzt, auch ist die Öffnung für das Schloß ganz anders. Also für mich nicht brauchbar und auch etwas ärgerlich, da die Klappe fast rostfrei ist!!

Hat zufällig jemand eine T2b Klappe rumliegen und möchte diese mit meiner T2a Klappe tauschen?? 😂

Also bis demnächst bei meiner Bastelstunde!

VG 

Hias


 

Freitag, 4. Juni 2021

Projekt "Hermann" - Schiebetür instandsetzen

So, das war´s dann nun mit den Schweißarbeiten an der Karosse vom T2! Für die ein oder andere kleine Sache werd ich dann aber wohl das Schweißgerät aber noch brauchen u.A. für ein paar Teile der Motorverblechung, die leider auch etwas vom Rost zerfressen sind. Nix dramatisches, aber gemacht muß es trotzdem werden.

An zwei "gemütlichen" Nachmittagen hatte ich mir die Schiebetür vorgenommen. Los ging´s mit dem Türrahmen. Eine sehr typische Stelle an fast jedem Bus. In meinem Fall war die Unterkante ungefähr auf den ersten 2/3 komplett rostig, wie ihr es auf dem Bild recht gut sehen könnt. Die Außenhaut war zwar noch nicht durch, allerdings die Innenseite versprach nichts Gutes! Somit hatte ich diesen Abschnitt von Außen auch ersetzt!

So sah es vor dem ersten Schritt aus...

...und so, nachdem ich den Falz aufgebogen hatte! 😖

 
Nächster Schritt: den Abschnitt vom Rahmen, der ersetzt werden soll, heraustrennen. Der Teil der Außenhaut blieb zunächst als Orientierungshilfe an seiner Stelle!


Zugegeben, die Paßgenauigkeit vom Reparaturteil ist eher solala. Aber was will man machen?! Gibt halt eben nur das Eine...

Mit dem Endergebnis bin ich allerdings nicht so zufrieden! Einige nicht jugendfreie Schimpfwörter sind dann doch noch gefallen!! Hoffe mal, daß mein Lackierer nicht all zu sehr die Hände übern Kopf zusammenschlägt...!😕😅

Markierung setzen, wo geschnitten werden soll...

...und hier schon das zurechtgeschnittene Blech. Im den Bereich, wo man es nicht absetzen konnte, wurde es dann auf Stoß eingeschweißt.

Bevor es allerdings soweit war, wurden beide Innenseiten mit 2K Epoxi EP Grundierung von MIPA gestrichen.

Mittels Karosseriestifte fixiert...

...zunächst geheftet...

...und dann im Anschluß im Pilgerschritt abwechselnd vorne/hinten/mitte usw. mit genügend Pausen und Druckluft zum Kühlen geschweißt, bis eine durchgehende Naht entstanden war.

Zu guter letzt wurde alles verschliffen. Bei sowas sollte man dann doch mit Ruhe und Geduld rangehen. Und das kommt ausgerechnet von mir!! 😂 Nicht daß es da einem alles komplett verzieht!


Jetzt mußte nur noch der Falz umgebogen werden. Um sicher zu gehen, daß das ganze auch gut genug hält, hatte ich zusätzlich mittig am Falz entlang ein paar Löcher gebohrt, damit ich diesen mit dem Rahmen verschweißen zu können.

Anschließend wieder alles mit Epoxi Grundierung gestrichen. Fehlt jetzt nur noch die Falz-Abdichtung mit Karosseriedichtmasse.

Jetzt dauert es hoffentlich nicht mehr all zu lange, bis "Hermann" endlich zum Lackierer kann! Ein paar Kleinigkeiten stehen aber vorher noch an. Die Regenrinne muß von der alten Dichtmasse befreit und neu versiegelt werden, alle Scheiben müssen noch raus (hoffe mal daß da nix böses noch auf mich wartet!) und die Beifahrertüre muß selbstverständlich auch noch zerlegt werden. Den Kofferraumdeckel spar ich mir zu schweißen (zumindest vorerst), da hab ich glücklicherweise guten Ersatz. Wegschmeißen werd ich aber den Deckel nicht. Wenn ich mal gaaanz viel Zeit und Lust habe, werd ich mir die dann mal herrichten und auf Halde legen. Bei der Motorklappe werde ich wohl oder über leider auch auf ein gutes gebrauchtes Teil zurückgreifen müssen, da die in der Vergangenheit auch schon mal mehr schlecht als recht instandgesetzt wurde. Aber daran sollte es jetzt nicht scheitern!

Und ein klein wenig spoilern in Sachen Polster werde ich auch schon...!😉 Habe heute mein lang ersehntes Paket mit dem bestellten Stoff von der Post abgeholt! 😊 Soviel sei schon mal verraten...


 Wünsch Euch ein schönes Wochenende und bis demnächst...!

Hias