Servus!


5 Luftgekühlte und 3 Typen unter 1 Dach!

Servus! Wir sind drei Jungs aus Landshut in Niederbayern, die die Leidenschaft an VW Käfer und luftgekühlten Volkswagen teilen!
Eine kleine Schrauberhalle haben wir zum Zentrum unserer Weltanschauung gemacht und uns mehr oder weniger wohnlich eingerichtet. Darum wollen wir euch ein bisschen auf dem Laufenden halten was wir so alles auf die Räder stellen, auf welche Treffen es uns verschlägt und alles andere rund um unser luftgekühltes Hobby!

Enjoy it!
Andi, Hias und Uwe

Donnerstag, 28. Oktober 2021

Neue Schmutzfänger für "Hermann"

 Bei meinem T2 waren ab Werk serienmäßig Schmutzfänger an der Hinterachse verbaut. Diese waren eigentlich auch noch ganz passabel und wären es mit ein wenig Zuwendung auf jaden Fall wert gewesen, diese auch wieder zu verbauen.

Doch wie das eben so ist, habe ich wohl einen der beiden Schmutzfänger durch das viele Hin- und Herräumen verbummelt! 😒 Hab wirklich alles auf den Kopf gestellt, alles abgesucht, sowohl bei Basti in der Werkstatt, bei uns in der Halle, als auch bei mir zuhause in der Garage...! Nix...!

Dieses Ding blieb leider unauffindbar! Jetzt ein neues Paar Schmutzfänger kaufen und dazu noch die passenden Halter?! Letzere kosten, wenn ich das noch richtig im Kopf habe, so zwischen 40 und 45€. Also eher nicht! Zumal es ja bei den Schmutzfängern nur die Varinaten von "EMPI" zu kaufen gibt und da sind auch schon so um die 70€ fällig. Aber mal abgesehen davon, gefallen hätten die mir sowieso nicht. 😉 Zumindest wurde ich bis dato leider nicht fündig, welche mit VW-Zeichen gibt es für den T2 eh nirgendwo in den mir bekannten Teile-Shops zu kaufen...

Durch einen blöden Zufall, warum auch immer, stieß ich auf meiner intensiven Suche auf die hinteren Schmutzfänger vom T5/T6 Pritsche. Und wow...sogar mit geprägtem VW-Zeichen! Hm...könnten irgendwie passen dachte ich mir. Also Tages darauf zu meinem "Freundlichen" des Vertrauens gedüst und einen Satz geordert um Maß zu nehmen. Warum dann gleich den kompletten Satz werdet ihr euch sicherlich fragen?!

Zur Erklärung, beim T5/T6 Pritsche sind die hinteren beiden Schmutzfänger unterschiedlich breit. Laut Auskunft von meinem Lieblings-Lageristen ist dies der Anbringung vom Auspuff geschuldet oder so. Da jetzt aber im ETKA keinerlei Maße angegeben sind, mußten eben somit der komplette Satz bestellt werden. Als dieser dann da war, habe ich beide Seiten mit dem Original des T2 verglichen. Die rechte Seite vom T5/T6 ist von den Abmaßen nahezu fast identisch. Also gleich noch einen zweiten rechten bestellt. Wobei den linken Schmutzfänger könnte man auch verwenden, aber hierzu später mehr! 😉

Ihr könnt euch sicherlich denken, daß ich den Typ aus dem Lager recht gut kenne und er mich! Sonst wär so ein "Spaß" eigentlich nicht so ohne weiteres möglich. 😅

Jetzt ging es erstmal daran, den Halter nachzubauen. Hierzu habe ich mir für schmales Geld zwei Blechplatten in entsprechender Größe besorgt. Mittels zuvor angefertigter Pappschablone hab ich dann die Form auf das Blech angerissen und ganz profan mit der Flex ausgeschnitten, anschließend mit Zuhilfenahme zweier Winkeleisen am Schraubstock entsprechend abgekantet. Zu erwähnen sei aber auch, daß ich die Form bzw. Größe leicht abgwandelt habe. Schließlich wollte ich die gesamte Breite zum Festschrauben nutzen. Der mitgelieferte Halter der neuen Schmutzfänger fand hierbei selbstverständlich im Sinne der Nachhaltigkeit ebenfalls Verwendung!

Der breite Teil wurde abgeschnitten und nochmals in der Hälfte getennt. Somit hat man auch gleich die beiden seitlichen Halter, die am Träger der Karosserie verschraubt werden. Ob man es glauben mag oder nicht, diese haben am Ende exakt das gleiche Maß, wie im original. Ohne Witz! 😁 Aber hierzu mal die Bilder zur leichteren Erklärung!

Hier das Neu- und Altteil vor dem Umbau im direkten Vergleich!

 

Da vom Gegenhalter zu wenig Material zum Umbiegen vorhanden war und alle Schraublöcher verwendet werden sollten, mußte ich mir einen kleinen zusätzlichen Winkel anfertigen.  

So sieht das fertige Ergebnis aus!

 

Linke und rechte Seite von Vorne...

 



...und hier in der Rückansicht. Die hier verwendeten Schrauben (zur Veranschaulichung) sind allerdings leider etwas zu kurz. Idealerweise nimmt man hier besser M6x25er Schrauben.

Hier nochmal im Vergleich mit dem origianlen Schmutzfänger.

 

Ich hatte ja Eingangs erwähnt, daß man den linken Schmutzfänger durchaus verwenden könnte. Dieser ist ja um einiges breiter als der rechte. Von den Abmaßen her könnte man diesen für die Vorderachse verwenden, paßt sozusagen wie die Faust auf´s Auge an den Querträger der Wagenheberaufnahme. 😉 Bin schon am überlegen, ob ich mir doch noch für vorne welche montieren sollte?! Solltet ihr Interesse bekommen haben und möchtet euch selbst diese Schmutzfänger an euren T2 montieren, hier mal die beiden OE Teilenummern von VW!

Schmutzfänger links   (breite Seite): 7J0898811

Schmutzfänger rechts (schmale Seite): 7J0898812 

Wünsch euch viel Spaß beim nachbasteln!!!

Bis zum nächsten mal!

Euer Hias

Samstag, 25. September 2021

Projekt "Hermann" - Beginnen wir am Motor...

Zugegeben, diese Arbeit habe ich ziemlich lange vor mich hergeschoben. Aber es half nix, irgendwann muß es eben sein! Die Antriebseinheit bot sich in einem recht traurigen Zustand. Und daß obwohl der Motor gerade mal 110tkm gelaufen hat. Recht typisch, wie so bei vielen anderen T2 mit dem 2,0 Liter Typ4 Aggregat, waren natürlich alle Motorbleche vom Rost zerfressen bzw. schon ganz übelst in Mitleidenschaft gezogen worden. 

Im Gegensatz zum Käfer, bei dem es die Motorverblechung vergleichsweise gefühlt wie Sand am Meer gibt (neu oder gebraucht), gibt es für den Typ4 Flachboxer so gut wie nichts Neues nachzukaufen. Im besten Fall vielleicht mal gute gebrauchte Ware, sofern mal was angeboten wird, wobei dann Preise aufgerufen werden, daß einem schwindelig wird! Also bleibt einem nichts anderes übrig, als die alten Bleche mühevoll wieder auf Vordermann zu bringen. Also dann mal ran an den Speck...ähm...Rost!

Der erste Blick von oben ohne Luftfiltergehäuse

 
Die rechte Seite war am schlimmsten zerfressen..

Die hintere Ecke der rechten Zylinderabdeckung war nicht mehr zu retten bzw. eigentlich schon nicht mehr vorhanden. Da blieb nichts anderes übrig, als den Abschnitt zu rekonstruieren. 

 

Ähnliches Bild auch auf der linken Seite. Zwar nicht so viel wie auf der gegenüberliegenden Seite,aber mindestens genauso aufwendig!


Hinzu kam noch, daß in der Vergangenheit ein unschönes Loch auf Höhe der Spannschraube für die LIMA geschnitten wurde. Vermutlich um diese mittels Schraubenschlüssel die Mutter zu kontern, die originale ging wohl irgenwann mal verloren und da behalf man sich wohl dieser unschönen Methode. 😖

Zurecht gedengelt und wieder alles verschweißt.

 


Da kam ich leider auch nicht drum herum, da das Loch für die Kabeldurchführung der LIMA vom Rost ausgefranzt war. Außerdem war das Blech in diesem Bereich eh schon sehr dünn, somit mußte hier auch ein kleines Reparaturblech angefertigt werden. 


Das Schottblech hat mich auch so einiges an Geduld gekostet. Vorallem auf der rechten Seite, bis mir die Wölbung einigermaßen gefallen bzw. auch gepaßt hatte! Zwischendurch wurde es immer wieder mal angebaut, um zu sehen, ob denn alles so aneinander paßt, wie es soll. 
 

Probemontage...

 


Für diese Arbeiten waren das meine kleinen Helferlein. Um mir das Zuschneiden der Bleche zu erleichtern, habe ich mir Schablonen mittels Abdeck-Klebeband und Gaffertape zurecht geklebt, angezeichnet und ausgeschnitten. Somit konnte ich bei der Gelegenheit auch die Wölbungen und Winkel nachahmen.


Der Auspuff wurde dann auch noch auf Vordermann gebracht. Natürlich sind mir bei der Demontage alle drei Stehbolzen vom Auspuffrohr abgerissen, ebenso einer am Wärmetauscherflansch. Die restlichen hatten zwar "überlebt", allerdings waren die schon so dünn, daß sie höchstwarscheinlich beim Montieren letztendlich abgerissen wären. Jedoch ließen sich die übrig gebliebenen Stehbolzen nicht mehr herausdrehen. Also blieb mir nur die unschöne Arbeit, die Dinger abzuflexen, aufbohren, neue Gewinde schneiden und dann die neuen Bolzen eindrehen.

Vermutlich noch der erste Auspuff...?!

 


Mit hitzebeständigen Lack wieder etwas aufgehübscht dürfte der Schalldämpfer sicherlich ein kleines Weilchen noch herhalten...

Bis zum nächsten mal...!

CU Hias




Donnerstag, 16. September 2021

Platz schaffen in der Schrauberhöhle

 Wer kennt das Problem nicht?! Ganz egal, wie groß die Werkstatt/Halle auch sein mag, irgendwann geht einem der Platz aus. Na ja, wir haben zumindest so gut es eben ging, fast jeden Quadratmeter halbwegs vernünftig ausgenutzt. Und wenn am Boden eben kein Platz mehr vorhanden ist, so sind wir in der Vergangenheit schon in die Höhe gegangen.

So haben wir uns damals genau über der Einfahrt die Stützbalken zu Nutze gemacht, um dort ein kleines Podest zu bauen. Zu diesem Zeitpunkt machte sich auch niemand von uns Gedanken darüber, daß auch mal höhere Fahrzeuge bei uns hinein müßten. Wieso denn auch? Für unsere Käfer und Alltagskreuzer reichten die 2,20m Durchfahrhöhe vollkommen aus!

Und genau dies war ja auch der Grund, weshalb mein T2 bei meinem Spetzl Basti stand. Irgendwann demnächst (nein, ich weiß es noch nicht genau) soll mein Bus zum Lackieren und logischerweise danach auch wieder zusammen gebaut werden. Wieder zu Basti in die Werkstatt? Das konnte und vorallem wollte ich mit meinem schlechten Gewissen nicht länger vereinbaren. Immerhin hatte ich seine Geduld eh schon bis aufs Äußerste auf die Probe gestellt. 😕 Dafür, daß er mich schon eh so lange ertragen mußte, damit ich an meinem Bus arbeiten konnte, bin ich ihm eh mehr als dankbar!!!

Es half also alles nichts, ich mußte mir den Kopf darüber zerbrechen, wie man das am besten anstellen könnte... Nach langem hin und her überlegen, blieb eigentlich nichts anderes übrig, als das Podest an der Einfahrt anzuheben. Klingt nicht gerade einfach, war es auch nicht! Also sagen wir mal so, es war mit einem gewissen Aufwand verbunden, aber natürlich nicht unmöglich! 😉 Aber wohin mit dem ganzen Zeugs? Wir sprechen hier von 13 Frontklappen, zwei Stoßstangen, diversen leeren Kisten, einem riesigen Tarnnetz und einigen Lampen, die wieder ihren Platz finden sollten. Das wird sowas von eng!! 

Um genügend Luft nach oben zu haben (wie schon mal erwähnt, der Bus hat stattliche 2,57m!) muß das ganze Konstrukt um 45cm weiter nach oben wandern. Die Einlegebretter waren ja schnell runter gehoben. Das gesamte Gestell jedoch, bestehend aus den beiden L-Schienen und diversen Vierkant-Rohren, kann nicht demontiert werden, da alles miteinander verschweißt ist. Also wurde das Gerippe erst an einer Seite angehoben und fixiert, dann an der anderen Seite. Damit dies aber auch funktionierte, mußte die vordere L-Schiene links und rechts eingekürzt werden und schließt jetzt mit den beiden schrägen Stützbalken bündig ab. Ansonsten wäre die ganze Konstruktion zu weit nach vorne gewandert und wir hätten an der Rückwand einen großen Spalt gehabt.

So sah es anfangs noch aus...

...und so, nachdem wir fertig waren! Die Lampen können glücklicherweise so bleiben, hängen auf einer Höhe von 2,80m! 😅

Die Rückwand mußte logischerweise entsprechend eingekürzt werden.

Mittels Balkenschuhen, 120er Holz-Schloßschrauben, zusätzlichen Abstützungen (auch verschraubt) und zahlreichen Spax-Schrauben, sollte das Ganze recht gut halten!

Die beiden Boxen fanden auch wieder zurück an ihren Platz.

Dank der riesigen Hilfe meiner beiden Jungs Andi und Uwe war der ganze Spuk dieser Anhebeaktion an einem Nachmittag geschafft. An dieser Stelle nochmals ein fettes MERCI an Euch beide!!! Den ganzen Krempel hatte ich dann am nächsten Tag wieder eingeräumt. "TETRIS" spielen ist dagegen ein Scheißdreck, wenn ich das so sagen darf!? 😂 Bis auf eine kleine leere Kiste hab ich doch tatsächlich alles wieder unter gebracht. Aber knapper geht´s kaum noch! 

Also bis demnächst mal wieder aus unserer Schrauberhöhle!

CU Hias

Donnerstag, 26. August 2021

Projekt "Hermann" - Sitz aufpolstern

Eine Sache, die ich auch nicht ewig aufschieben konnte, war die vordere Sitzreihe, die nach einer gründlichen Reinigung und Aufarbeitung regelrecht schrie. Vom Vorvorbesitzer bzw. von dessen Frau wurde in mühevoller Handarbeit selbstgenähte Schonsitzbezüge drüber gestülpt. Sehr zu meiner Freude, denn der Kunstleder-Polsterüberzug (Farbe canyonbraun)ist in absoluten Topzustand! Da bin ich mehr als froh darüber, schließlich gibt es diesen Bezug in dem Farbton nicht mher zu kaufen!

Allerdings hatte sich altersbedingt der eingenähte Schaumstoff in den Schonbezügen in klebrige Brösel aufgelöst. Somit blieb leider nur noch der Weg in die Tonne damit. 😕 

Jetzt ging es daran, erstmal die Polster ordentlich zu reinigen. Hatte mir schon vor längerer Zeit für unseren Fuhrpark eine "TORNADOR" Reinigungspistole gekauft. Also wer hartnäckige Flecken in den Polstern hat, kann ich nur empfehlen! 😉


 
Es ist jedesmal erstaunlich, was für ein Dreck dabei aus den Bezügen bzw. Polstern kommt!

Nach der Grundreinigung...

Im Gegensatz zur Beifahrersitzbank war der Fahrersitz schon ganz schön durchgesessen. An den Seitenwangen der Rückenlehne spürte man schon das Metallgestell durch, vom Sitzpolster reden wir gar nicht mal weiter! Da saß man schon gefühlt unten am Boden! 😖

Hierzu hatte ich mir aber schon neue Polster besorgt. Also erstmal den Sitz komplett zerlegen...

Was allerdings hier zum Vorschein kam, Pfiu Teufel...! 🙈 


Links und rechts war jeweils schon eine Feder gebrochen!

Beim Abziehen des Lehnenbezugs fielen mir schon die Reste der Polsterung entgegen!



 
Bestandaufnahme...

Im Anschluß hab ich die Gestelle gereinigt, grob vom Rost befreit und die beiden Federn wieder angeschweißt. Mal schauen, wie lange das wieder hält?! Bei Federstahl ist das nämlich so eine Sache... Danach kam wieder der Roststopper von "K-LINE" zum Einsatz. Zum finalen Abschluß kamen noch zwei Schichten matt-schwarz drüber.

Für die Polsterarbeiten machte ich´s mir im Garten an der frischen Luft gemütlich. Unser kleiner Junior fetzte währenddessen mit seinem Laufrad um mich herum. Blieb immer mal wieder bei mir stehen, fragte mich gefühlt nach jedem Handgriff, "Papa, was machst du jetzt?"..."Und jetzt?"..."Und warum?"..."Was ist das?"..."Für Hermann?"..."Ah, ja genau!"...😂
 


Der Federkern der Sitzfläche war allerdings schon sehr ausgeleiert. Hinzu kommen jetzt auch noch die geschweißten Federn. Also behalf ich mir eines kleinen Trick 17, heutzutage sag man glaub ich Lifehack oder so ähnlich?! 😝

Um die einzelnen erlahmten Federn ein wenig zu unterstützen, hab ich in jede ein Stückchen von einer Rohrisolierung gesteckt und bündig abgeschnitten. Erst danach kam das neue Polster drauf. 



Hinzu kamen dann noch Polsterflies und Filz. Um das alles zu fixieren, wurde Sprühkleber von mir verwendet. Anschließend konnte der Bezug wieder drüber gestülpt und unter vollem Körpereinsatz eingehakt werden. 😜 Immerhin muß ja der Federkern entsprechend zusammengedrückt werden!

An der Rückenlehne kam in der Mitte für den besseren Comfort noch ein Stück Schaumstoff zum Einsatz. Danach wieder Polsterflies.

So sieht das Polster der Sitzfläche von unten aus...

 


Auch wenn ein Sattler vermutlich die Hände übern Kopf zusammenschlagen würde, so bin ich mit dem Ergebnis sehr zufrieden! 😄 

Zumindest hat das Gestühl die Sitzprobe bestanden, fühlt sich jedenfalls gar nicht mal so schlecht an! Würd sagen, schön straff, eben fast wie neu! 😎 Auf alle Fälle kein Vergleich zu vorher!

Also bis zum nächsten mal!

CU

Hias

Dienstag, 24. August 2021

Projekt "Hermann" - Schloßputz...

 ...und anderer Kleinkram...

Nächstes kleine Übel waren die Schlösser und Scharniere der Türen und Klappen. Über die Jahre war die alte Schmiere darin so richtig verharzt und klebrig geworden. Der ganze alte Dreck gab sein übriges hinzu. Also kam ich nicht drumherum, die Dinger mal ordentlich zu säubern. Sicherlich hätte mir da ein Ultraschallbad die Arbeit um ein vielfaches erleichtert, aber wenn man so was nicht zur Hand hat, muß es eben per Muskelkraft, Borstenpinsel und Bremsenreiniger gehen! Der Farbe rückte ich mit einer Nylonbürstenaufsatz für die Bohrmaschine auf den Pelz, um die Schlösser nicht zu sehr zu malträtieren. 

Im Anschluß wurde der Mechanismus der Schlösser ordentlich mit "Ballistol" Universalöl geflutet.



Denke mal, das Ergebnis kann sich halbwegs sehen lassen. Zumindest kann ich da jetzt auch einen Haken dahinter machen! 😉

Die Feuerschutzwand am Tank bekam auch einen neuen "Anstrich".

Bei der Gelegenheit wurde die Innenseite auch gleich noch mit Alubutyl gedämmt. Kann ja nicht schaden, oder?!




Die Lüftungsklappen konnte und wollte ich nicht einfach so lassen. Die waren vom Rost her schon recht pickelig und von den vorhergehenden Lackierungen auch noch dazu unschön übergeduscht. Also die Teile schön blank geschliffen, mit Roststopper von "K-Line" grundiert und im Anschluß ebenso wie die Feuerschutzwand in quarzgrau RAL 7039 lackiert. Im Original haben die Teile, soweit ich weiß, eine Lackierung in L249 taubengrau, wobei der RAL-Ton dem aber recht nahe kommt. Eigentlich nur schade, daß man die Klappen später vermutlich nie wieder sehen wird. Aber naja, was soll´s...!😅 Dafür freut man sich eben beim Wiedereinbau!

Bis denne!

Hias


Montag, 23. August 2021

Projekt "Hermann" - Heckklappen-Happy End

Vor kurzem hatte ich ja hier geschreiben, daß ich unbedingt eine Heckklappe bräuchte. Nun ja, hab viel rumgefragt, gesucht, Kleinanzeigen und Ebay durchforstet usw. usw... Letzeres war ich auch fündig geworden, allerdings scheiterte es hier an den zu kostspieligen Versandkosten. 

Sepp, "Hermann´s" Vorbesitzer, hatte sein Bulli-Netzwerk etwas spielen lassen und ist promt fündig geworden. Und wie es der Zufall so wollte, lag das gute Stück nicht einmal weit weg von mir! Glück darf man auch manchmal haben, oder!?! 😄

Für einen absolut akzeptablen Kurs wechselte das gute Stück den Besitzer. Da war mir auch die grelle Farbgebung mit der seltsam anmutenden Beschriftung auch völlig egal!! 😅

Es half alles nix, der Schriftzug mußte leider weichen! 😆

Mit Spachtel und Heißluftfön rückte ich den aufgeklebten Buchstaben auf den Pelz. Nur lösten sich bei dem Versuch auch Teile der Farbe von der Oberfläche. Scheinbar war das irgendein Kunstharzlack oder sowas ähnliches, jedenfalls war der richtig weich (aus Lacktechnischer Sicht)! Also half alles nix, die Farbe mußte runter! Wollte nicht riskieren, daß mein Lackierer mir nie wieder was macht oder schlimmer noch mich gleich mit dem Ding erschlägt!😂

Den Ausschnitt für´s Fenster mußte ich natürlich nicht extra raustrennen. Da war nur eine überlackierte Scheibe drin! 😉

Wie schon gesagt, der Lack war wirklich ultra weich, weshalb der beim Abschleifen mittels Drahtbürstenaufsatz so richtig verschmierte. Die Klappe hatte mehrere Farbschichten, angefangen vom originalen grau, über schwarz, weiß und dann eben gelb. Aber mit viel Geduld und Spucke ging´s irgendwie dann schon!
  


Kurzer Schockmoment, als der gelbe Schleifstaub schlagartig weiß wurde und zwar auf der linken Seite im Bereich der unteren 5cm. Och nööööö, bitte nicht schon wieder ein mit Spachtelmasse zugeschmiertes Rostloch! Aber dann Entwarnung, war doch nur eine unschöne Delle! Ansonsten bot die Klappe, mal abgesehen von ein paar kleinen Dellen, dann keine weiteren bösen Überraschungen mehr.

Bis dahin dauerte es ein klein wenig, aber mit dem Ergebnis kann ich durchaus leben...

 



Kein schöner Job, aber was muß, das muß...!!! 😅

Bis demnächst wieder!

Hias